Dread Disease FAQ 2020 – Fragen und Antworten zur Schwere Krankheiten Versicherung

Als langjährig tätige unabhängige Versicherungsmakler befassen wir uns umfassend und intensiv mit dem Bereich der Arbeitskraftabsicherung und haben uns auf die Themen Schwere Krankheiten Vorsorge bzw. Dread Disease Versicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung spezialisiert. Wir bieten Ihnen daher eine professionelle und individuelle Beratung für eine Dread Disease Versicherung an.

Auf dieser Seite haben wir die meistgestellten Fragen aufgeführt und unsere Antworten hierzu gegeben.

 

Dread Disease FAQ
Dread Disease FAQ | Fragen und Antworten zur Schwere Krankheiten Versicherung

Frage 1: Was bedeutet der Begriff „Dread Disease“?

Antwort 1: Der Begriff „Dread Disease“ kommt aus dem englischen und bedeutet übersetzt „gefürchtete Krankheiten“.

Frage 2: Was bedeutet „Schwere Krankheiten Versicherung“?

Antwort 2: Der Begriff „Schwere Krankheiten“ ist die deutsche Übersetzung für den Begriff „Dread Disease“. Viele Anbieter in Deutschland benutzen diesen Begriff für eine Dread Disease Versicherung.

Frage 3: Was bedeutet „Critical Illness“ ?

Antwort 3: Der Begriff „Critical Illness“ bedeutet übersetzt „Kritische Krankheiten“ und ist ebenfalls ein Synonym für eine Dread Disease Versicherung

Frage 4: Was genau ist eine Dread Disease Versicherung?

Antwort 4: Die Dread Disease Versicherung (auch DD Versicherung genannt) leistet eine Einmalzahlung im Falle des Erleidens einer oder mehrerer schwerer Krankheiten – im weiteren Sinne. Sie wird aus diesem Grund auch Schwere-Krankheiten-Vorsorge gennant. Sobald eine der schweren Krankheiten von einem Arzt diagnostiziert wird, erhalten Sie die vereinbarte Versicherungssumme (z.B. 200.000,- EUR) ausgezahlt.

Frage 5: Wie kommt es, dass ich bisher noch nie etwas von dieser Versicherung gehört habe?

Antwort 5: Die Dread Disease Versicherung als Sonderform der Lebensversicherung ist erst seit Beginn der 90er Jahre in Deutschland zugelassen. Seit Einführung in Deutschland ist die jährliche Anzahl der Dread Disease Neuverträge kontinuierlich gestiegen.

Frage 6: Kann man die Beiträge für eine Dread Disease Versicherung steuerlich geltend machen?

Antwort 6: Prinzipiell ja. Bei den meisten Arbeitnehmern dürften allerdings die Freibeträge für Vorsorgeaufwendungen durch die allgemeinen Sozialversicherungsbeiträge bereits ausgeschöpft sein

Frage 7: Wie wahrscheinlich ist es überhaupt, an einer schweren Krankheit zu erkranken?

Antwort 7: Statistisch gesehen liegt die Gefahr, dass ein 35-jähriger Mann an einer schweren Krankheit erkrankt bei 1 zu 3. Allein bei den häufigsten drei Erkrankungen kommen jährlich ca. 800.000 neue Fälle hinzu. Jedes Jahr erleiden in Deutschland 200.000 Menschen einen Schlaganfall, ca. 300.000 Menschen erleiden einen Herzinfarkt und ca. 330.000 Menschen erkranken an Krebs (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Frage 8: Was bedeutet Keyperson-/Keyman-Versicherung?

Antwort 8: Eine Keyperson -/ Keyman-Versicherung bietet einem Unternehmen eine finanzielle Absicherung für den Fall, dass eine Führungskraft, ein Gesellschafter oder ein Spezialist in einer Schlüsselposition des Unternehmens eine schwere Krankheit erleidet und dadurch ausfällt. Das Unternehmen kann mit Hilfe einer Dread Disease Versicherung solche sogenannte „Keymen“, also Personen in Schlüsselpositionen, absichern und dadurch den finanziellen Schaden abfedern, der durch den Ausfall einer solchen Person resultiert.

Frage 9: Warum ist eine Dread Disease Versicherung gerade für Selbständige, Freiberufler und Unternehmer so wichtig?

Antwort 9: Weil eine BU-Versicherung zunächst gerade für diese Personengruppen oftmals keinen ausreichenden Schutz bietet. Ist eine betriebliche Umorganisation aus Sicht der BU-Versicherung zumutbar, erfolgt oft gar keine Leistung. Des Weiteren erkrankt statistisch betrachtet jeder dritte Freiberufler oder Unternehmer an Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krebs.

Frage 10: Worin unterscheidet sich eine Dread Disease (DD-) Versicherung von einer BU- (Berufsunfähigkeits-) Versicherung?

Antwort 10: Die DD-Versicherung zahlt im Leistungsfall, also bei Diagnose einer schweren Krankheit die vereinbarte Versicherungssumme (z.B. 200.000,- EUR) aus und zwar unabhängig davon ob die berufliche Tätigkeit eingeschränkt ist oder nicht. Die BU-Versicherung zahlt eine monatliche Rente (z.B. 1.000,- EUR), wenn die berufliche Tätigkeit soweit eingeschränkt ist, dass der Beruf nicht mehr qualifiziert ausgeübt werden kann. Ist die Ursache für eine Berufsunfähigkeit eine schwere Krankheit würden Sie in diesem Fall sowohl aus einer DD- als auch aus einer BU-Versicherung Leistungen erhalten. Sollten Sie allerdings z.B. aufgrund eines psychischen Problems Ihren Beruf nicht mehr ausüben können, würden Sie nur Leistungen aus der BU-Versicherung erhalten. Sollte aber im Gegensatz dazu eine schwere Krankheit diagnostiziert werden (z.B. Krebs), die nicht zur Folge hätte, dass Sie berufsunfähig sind, dann würden Sie aus der BU-Versicherung keine Leistung erhalten, dafür aber aus der DD-Versicherung.

Frage 11: Worin unterscheidet sich eine Dread Disease (DD-) Versicherung von einer EU- (Erwerbsunfähigkeits-) Versicherung?

Antwort 11: Eine EU-Versicherung zahlt eine monatliche Rente (z.B. 500,- EUR), wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen überhaupt keiner Tätigkeit mehr nachgehen können. Eine DD-Versicherung hingegen zahlt bei Diagnose einer schweren Erkrankung die vereinbarte Versicherungssumme (z.B. 200.000,- EUR). Dies geschieht unabhängig davon, ob die berufliche Tätigkeit beeinträchtigt ist oder nicht.

Frage 12: Ist die Dread Disease Versicherung ein Ersatz oder eine Alternative für eine BU-Versicherung?

Antwort 12: Da diese beiden Formen der Arbeitskraftabsicherung nicht identische Bereiche abdecken, kann die DD-Absicherung nur als sinnvolle Ergänzung zur BU-Absicherung angesehen werden. Wer seine Arbeitskraft optimal absichern möchte, liegt mit der Kombination dieser beiden Versicherungen goldrichtig.

Frage 13: Was sollte man bei der Auswahl einer Dread Disease Versicherung beachten?

Antwort 13: Dread Disease Versicherungen unterscheiden sich hauptsächlich in der Anzahl der versicherten schweren Krankheiten, sowie den optionalen Zusatzleistungen (wie z.B. Einschlüsse für Erwerbs-, Berufsunfähigkeit, Todesfall, Pflegebedürftigkeit etc.) und natürlich im Preis. Hier ist eine gründliche Recherche erforderlich, da die Prämien also in Abhängigkeit vom Leistungsspektrum variieren, d.h. vom Umfang des Katalogs der versicherten schweren Krankheiten abhängen. Ein reiner Preisvergleich führt somit nicht zwangsläufig zum besten oder günstigsten Angebot.

Frage 14: Welche schweren Krankheiten können überhaupt abgesichert werden?

Antwort 14: Es können eine Vielzahl von Krankheitsbildern abgesichert werden. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie in unserer Rubrik Dread Disease Krankheitsbilder.

Frage 15: Was bedeutet Basisabsicherung und Komfortabsicherung im Rahmen einer Dread Disease Versicherung?

Antwort 15: Dies waren Tarifunterschiede bei der Gesellschaft Skandia. Die Basisabsicherung deckte damals die sieben aus Sicht der Gesellschaft wichtigsten Krankheitsbilder ab.

Frage 16: Welche Faktoren bestimmen die Höhe des zu zahlenden Beitrags?

Antwort 16: Die monatlichen Beiträge resultieren aus folgenden Faktoren: Alter, Geschlecht und Raucherstatus der zu versichernden Person, Höhe der vereinbarten Versicherungssumme, Laufzeit der Dread Disease Versicherung (je länger, desto höher der Beitrag) und etwaige Vorerkrankungen, die einen Zuschlag (aber auch einen Ausschluss oder eine Ablehnung) zur Folge haben können.

Frage 17: Welche Vorerkrankungen führen in der Regel zu Leistungsausschlüssen oder zur Ablehnung?

Antwort 17: Hierzu lässt sich keine generelle Aussage treffen, da Vorerkrankungen bei verschiedenen Personen unterschiedlich stark ausgeprägt sind und es daher in den Abteilungen der Risikoprüfung der Gesellschaften häufig zu Einzelfallentscheidungen kommt. Als Anhaltspunkt gilt jedoch, dass schwere Vorerkrankungen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Folgeschäden erwarten lassen, meistens ausgeschlossen werden oder ein Ablehnungsgrund sind. Sollten Sie Vorerkrankungen haben und nicht sicher sein, wie sich diese bei einer Antragstellung auswirken, senden Sie uns eine entsprechende Anfrage. Aufgrund unserer langjährigen Berufserfahrung können wir sehr gut beurteilen, ob eine Antragstellung in Ihrem Fall reibungslos verlaufen wird oder nicht. Wir geben Ihnen dann eine diesbezügliche Empfehlung und klären Sie ggf. über weitere Möglichkeiten auf.

Frage 18: Ist eine Dread Disease Versicherung auch für Kinder abschließbar?

Antwort 18: Grundsätzlich ja. Bei einigen Versicherungsgesellschaften allerdings sind Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr ohnehin beitragsfrei mitversichert. Bei den anderen Gesellschaften können Kinder auch separat versichert werden.

Frage 19: Bietet die Dread Disease Versicherung auch einen lebenslangen Versicherungsschutz?

Antwort 19: Dies ist von Tarif zu Tarif unterschiedlich und außerdem abhängig von der selbst zu bestimmenden Laufzeit des Vertrags.

Frage 20: Leistet die Dread Disease Versicherung auch im Todesfall?

Antwort 20: Falls der Todesfall Bestandteil des gewählten Tarifes ist oder als Zusatzoption hinzugenommen wurde, erhalten die Hinterbliebenen die vereinbarte Todesfallsumme ausgezahlt.

Frage 21: Was bedeutet der in den Bedingungen erwähnte „Second Event“ bei der Dread Disease Versicherung?

Antwort 21: Der „Second Event“ wurde z.B. von der Gesellschaft Skandia angeboten und bedeutet, dass der Versicherungsschutz nach einem Leistungsfall bestehen bleibt und es im Falle einer zweiten (anderen) schweren Krankheit nochmals zur Auszahlung des vereinbarten Betrags kommt

Frage 22: Verzichtet der Versicherer auf eine Beitragserhöhung und auf das Recht, den Vertrag zu kündigen (Verzicht auf §19 VVG)?

Antwort 22: Falls bei Vertragsabschluss gefahrenerhebliche Umstände wegen Unkenntnis oder unverschuldet vom Versicherungsnehmer nicht angezeigt wurden, ist eine Versicherungsgesellschaft nach §41 VVG (Versicherungsvertragsgesetz) berechtigt, aufgrund des erhöhten Risikos, den Beitrag zu erhöhen oder die Versicherung zu kündigen. Der Verzicht auf §19 VVG ist bei den meisten hochwertigen Tarifen für eine Berufsunfähigkeitsversicherung enthalten. Bei Dread Disease Versicherungen jedoch im allgemeinen nicht. Es gibt nur eine Gesellschaft unter den Dread Disease Anbietern, die den Verzicht auf §19 VVG explizit in ihren Allgemeinen Versicherungsbedingungen erklärt.

Frage 23: Wie lange dauert es, bis ich von der Dread Disease Versicherung im Leistungsfall die vereinbarte Summe ausgezahlt bekommen?

Antwort 23: Der Zeitpunkt der Auszahlung ist von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich und hängt auch von dem konkreten Sachverhalt ab. Im Regefall erfolgt die Auszahlung bereits 14 Tage nach der ärztlichen Diagnose der schweren Krankheit. Der Betrag steht Ihnen also zeitnah zur Verfügung. Die Auszahlung dauert somit deutlich weniger lang als bspw. bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Frage 24: Wofür brauche ich denn eine hohe Auszahlung, wenn ich an einer schweren Krankheit erkranke und wofür kann ich das Geld verwenden?

Antwort 24: Sie können über den ausgezahlten Betrag natürlich frei verfügen. Im allgemeinen werden die Beträge verwendet für besondere Heilungsmethoden, Kurreisen, Umbaumaßnahmen im Haus oder um finanziellen Engpässen durch Verdienstausfällen vorzubeugen.

Frage 25: Wird eine Dread Disease Versicherung bei der Auszahlung besteuert?

Antwort 25: Nach aktuellem Recht (Stand 2020) ist die Auszahlung der Versicherungssumme komplett steuerfrei, da es sich bei der Dread Disease Versicherung um eine Risikoversicherung handelt und Auszahlungen bei einer solchen Versicherung nicht versteuert werden müssen.

Frage 26: Wie ist die steuerliche Behandlung bei einer Keyperson-Absicherung?

Antwort 26: Die steuerliche Behandlung ist zunächst davon abhängig, ob der Versicherungsnehmer eine Kapital- oder eine Personengesellschaft ist. In der Regel gelten beispielsweise bei Kapitalgesellschaften Versicherungsleistungen aus der Dread Disease Versicherung als Betriebseinnahmen. Die zu zahlenden Beiträge sind demzufolge als Betriebsausgaben abzugsfähig.

Frage 27: Was passiert am Laufzeitende einer Dread Disease Versicherung, wenn keine schwere Erkrankung, also kein Leistungsfall eingetreten ist?

Antwort 27: Bei den meisten Dread Disease Anbietern fließt ein Teil des Beitrags in Investment-Fonds, sofern keine Sofortverrechnung bzw. Beitragsverrechnung gewählt wird. Es wird somit über die Jahre Kapital angesammelt. Bei Laufzeitende oder bei Beendigung des Vertrags wird das bis dahin angesammelte Kapital ausgezahlt.

 

 

Woher kommt der Ausdruck „Critical Illness“?

Dieser Begriff bedeutet übersetzt kritische Krankheiten und wird in den Ursprungsländern dieser Versicherung häufig verwendet.

Was bedeutet Dread Disease?

Wörtlich aus dem Englischen übersetzt bedeutet der Begriff Dread Disease „gefürchtete Krankheiten“, in Deutschland wird er aber meist mit „schwere Krankheiten“ übersetzt.

Woher kommt der Begriff Schwere Krankheiten Versicherung?

Der Begriff wird von der deutschen Übersetzung „schwere Krankheiten“ hergeleitet. Die meisten Anbieter der Dread Disease Versicherung verwenden deshalb diesen Begriff für diese Art der Versicherung.

Was kann man sich genau unter einer Dread Disease Versicherung vorstellen?

Es gibt bestimmte Krankheiten, aber auch Unfallfolgen, die in Deutschland als sogenannte schwere Krankheiten gelten. Im Fall der Diagnose einer oder gar mehrerer solcher Krankheiten erhält der Versicherte eine Einmalzahlung aus der Schwere Krankheiten bzw. der Dread Disease Versicherung.

Warum ist die Dread Disease Versicherung noch so wenig bekannt?

Bei der Dread Disease Versicherung handelt es sich um eine besondere Lebensversicherung, die erst seit dem Anfang der 90er Jahre nach Deutschland gekommen und zugelassen wurde. Seitdem nimmt aber die Verbreitung und Zahl der Versicherten stetig zu.

Wie sieht es mit der steuerlichen Behandlung für die Beiträge für diese Versicherung aus?

Grundsätzlich darf man die Beiträge für die Dread Disease Versicherung wie auch für die Berufsunfähigkeitsversicherung steuerlich geltend machen, jedoch ist das bei den meisten Arbeitnehmern dennoch nicht möglich, weil die Freibeträge für Vorsorgeaufwendungen in den meisten Fällen durch die sonst anfallenden Sozialversicherungsbeiträge bereits erreicht sind. Selbständige und Freiberufler haben hier bessere Möglichkeiten zur steuerlichen Absetzbarkeit.

 

Braucht man überhaupt eine Versicherung für schwere Krankheiten?

Statistiken zufolge ist die Gefahr, an einer der in Deutschland häufigsten schweren Krankheiten wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erkranken, sehr hoch. Pro Jahr erkranken zwischen 800.000 und 1 Mio. Menschen an einer dieser Krankheiten. Angesichts dieser Statistiken ist die DD Versicherung als sehr sinnvoll einzustufen.

Was ist eine Keyperson Versicherung bzw. eine Keyman-Versicherung?

Die Dread Disease Versicherung bietet größeren Unternehmen eine Möglichkeit der Absicherung unternehmerischer Risiken und dadurch eine finanzielle Sicherheit, falls eine der Führungskräfte oder eine andere wichtige Person des Unternehmens eine schwere Krankheit erleidet oder gar stirbt. Durch den Ausfall eines so wichtigen Mitarbeiters sind auch immer finanzielle Einbußen verbunden, die durch die Keyperson-Versicherung oder Keyman-Versicherung aufgefangen werden sollen.

Aus welchem Grund stellt die Dread Disease Versicherung für Unternehmer, Freiberufler und sonstige Selbständige einen so wichtigen Faktor im Versicherungsbereich dar?

Jeder Unternehmer ist finanziell von seiner eigenen Arbeitskraft abhängig. Die Gefahr, an einer schweren Krankheit zu erkranken, ist bei Selbständigen relativ hoch. Durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung allein wird jedoch kein ausreichender Versicherungsschutz erreicht, sodass die Dread Disease Versicherung die ideale Ergänzung darstellt.

Wo liegt der Unterschied zwischen einer Berufsunfähigkeitsversicherung und einer Dread Disease Versicherung?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente (z.B. 1500,- €), wenn man aufgrund einer Erkrankung seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Hier kann es aber durchaus passieren, dass die Leistungen nach einer gewissen Zeit wieder eingestellt werden, sobald man wieder arbeiten kann, so zum Beispiel nach einem Herzinfarkt. Die Dread Disease Versicherung zahlt keine monatliche Rente, sondern der Versicherungsnehmer erhält eine Einmalzahlung in der vorher vereinbarten Höhe (z.B. 200.000,- €) bei der Diagnose einer schweren Krankheit. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob der Versicherte seinen Beruf weiterhin ausübt, ausüben kann oder nicht.

Und worin besteht der Unterschied einer Dread Disease Versicherung zu einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung?

Ebenso wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung besteht auch zur Erwerbsunfähigkeitsversicherung der Unterschied darin, dass die Dread Disease Versicherung sofort bei der Diagnosestellung einer schweren Krankheit die vereinbarte Versicherungssumme auszahlt. Ob der Versicherte weiterhin erwerbstätig ist oder nicht, wird hierbei nicht berücksichtigt. Bei einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung erhält der Versicherte nur dann eine monatliche Rente, wenn er gar keinen Beruf mehr ausüben kann.

Sollte man statt der Berufsunfähigkeitsversicherung besser die Dread Disease Versicherung wählen?

Beide Versicherungen dienen der Absicherung der Arbeitskraft, aber auf verschiedene Weise. Deshalb kann die eine Absicherung nicht als Ersatz für die andere Absicherung dienen. Wenn möglich, sollte man die Dread Disease Versicherung und die Berufsunfähigkeitsversicherung ergänzend abschließen, da sich diese beiden Absicherungen optimal ergänzen.

Worauf muss beim Vergleich einer Dread Disease Versicherung geachtet werden?

Das Spektrum der Konditionen einer Dread Disease Versicherung ist recht breit gefächert, sodass man sich nicht ausschließlich nach dem Preis richten sollte. Viel wichtiger sind hier die einzelnen Konditionen, denn die meisten Versicherungen bieten Zusatzleistungen wie Berufsunfähigkeit, Todesfallleistungen, Pflegebedürftigkeit und vieles mehr mit an. Überdies hängen die Beiträge auch davon ab, wie viele schwere Krankheiten im Leistungskatalog eingeschlossen sind und wie diese deklariert werden.

 

Welche schweren Krankheiten zählen zu dem Leistungskatalog der Dread Disease Versicherung?

Es gibt eine Vielzahl schwerer Krankheiten, die über eine Dread Disease Versicherung abgesichert werden können. Um nur einige wenige zu nennen, gehören dazu neben den drei häufigsten Erkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall auch HIV, Alzheimer, Blindheit, Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, Hirntumor, Kinderlähmung, viele Herzerkrankungen, Erkrankungen der Leber oder der Lunge, Nierenversagen, Multiple Sklerose, Querschnittslähmung, Taubheit, aber auch schwere Unfälle und Verbrennungen.

Was versteht man unter der Basisabsicherung?

Die Basisabsicherung beinhaltete die sieben am häufigsten vorkommenden schweren Krankheiten bei der früheren Dread Disease Versicherung der Gesellschaft Skandia.

Wovon ist die Beitragshöhe abhängig?

Wie bei anderen Personenversicherungen auch sind Alter und Geschlecht des Versicherungsnehmers maßgeblich. Weiterhin die Höhe der Versicherungssumme und die Laufzeit der Versicherung und natürlich vor dem Abschluss diagnostizierte Erkrankungen, die dann ggf. von vornherein ausgeschlossen werden oder eine Erhöhung der Beiträge zur Folge haben.

Bei welchen Vorerkrankungen muss man mit einem Ausschluss oder gar der Ablehnung des Antrags rechnen?

Das ist von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich und hängt in hohem Maße auch davon ab, wie stark die Vorerkrankung bereits das Leben des Betroffenen beeinträchtigt. Meist werden Krankheiten ausgeschlossen, bei denen der spätere Ausbruch einer schweren Krankheit zu erwarten ist. Im Allgemeinen bedarf jeder Antrag aber einer individuellen Prüfung, weshalb hier keine pauschalen Aussagen getroffen werden können.

Können auch Kinder über eine Dread Disease Versicherung versichert werden?

Ja, auch für Kinder ist eine Dread Disease Versicherung möglich, jedoch sind diese bis zum Erreichen des 18. Lebensjahrs beitragsfrei mitversichert, sodass hier meistens keine gesonderte Versicherung abgeschlossen werden muss.

Gilt die Dread Disease Versicherung ein Leben lang?

Das hängt von den Konditionen der Versicherung ab und über welche Laufzeit ein Vertrag geschlossen wird. Es gibt auch Tarife mit lebenslanger Laufzeit.

Wie verhält es sich bei der Dread Disease Versicherung, wenn der Versicherungsnehmer stirbt?

Das kommt wieder auf den Tarif der Versicherung an und welche Zusatzleistungen hier inbegriffen sind. Bei der Zusatzleistung Todesfall erhalten die Angehörigen die vorher festgelegte Summe für den Todesfall ausbezahlt.

Manche Versicherungsbedingungen beinhalten den Begriff „Second Event“. Was ist hierunter zu verstehen?

Dieser Begriff bedeutet, dass die Versicherung auch nach einem bereits eingetretenen Versicherungsfall noch einmal die vereinbarte Versicherungssumme auszahlt, wenn eine zweite schwere Krankheit diagnostiziert wird. Der Vertrag erlischt also nicht automatisch nach Eintreten des ersten Versicherungsfalls.


 

Gibt es Versicherer, die auf eine Erhöhung der Beiträge sowie auf das Recht auf eine Vertragskündigung verzichten?

Wenn der Versicherte bestimmte Angaben, die für die Versicherung maßgeblich sind, aus Unwissenheit oder schuldlos nicht gemacht hat, darf der Versicherer die Beiträge erhöhen oder vom Vertrag zurücktreten. Bei Tarifen hoher Qualität von BU-Versicherungen und Dread Disease Versicherungen kommt es häufig vor, dass die Versicherung auf dieses Recht verzichtet. Es gibt aktuell eine Versicherungsgesellschaft, die diese Verzichtsklausel auch bei der Dread Disease Versicherung in ihre Bedingungen mit aufgenommen hat.

Dread Disease Versicherung – Critical Illness eintritt, wie lange muss man dann auf die Leistung aus der Dread Disease Versicherung warten?

Die vereinbarte Versicherungssumme wird in der Regel sofort nach der ärztlichen Diagnose von der Versicherung ausbezahlt. Je nach Versicherung kann das unterschiedlich lange dauern, durchschnittlich muss man mit einer Dauer von etwa 2 Wochen rechnen.

Wie hoch sollte man sich mit einer Dread Disease Versicherung absichern und was darf mit dem Geld gemacht werden?

Es steht jedem Versicherten frei, wie hoch er sich absichern möchte und wofür er die Summe aus der Dread Disease Versicherung verwendet. Meist werden die Beträge für Behandlungen sowie eventuelle notwendige Umbauten oder Umzüge verwendet, ein Teil dient sicherlich auch der finanziellen Absicherung, wenn der Beruf eine Zeitlang nicht mehr ausgeübt werden kann.

Muss man auf die Leistungen einer Dread Disease Versicherung Steuern zahlen?

Da die Dread Disease Versicherung zu den Risikoversicherungen zählt und diese Art der Versicherungen steuerfrei ist, muss auch die Leistung aus der Dread Disease Versicherung nach den aktuellen Steuerregelungen (Stand 2020) nicht versteuert werden.

Und wie sieht es mit der Versteuerung der Keyperson-Versicherung aus?

Wenn bei einer Keyperson-Versicherung, also einer betrieblich eingesetzten Dread Disease Versicherung, die Beiträge als Betriebsausgaben bilanziert und steuerlich geltend gemacht werden, dann muss auch die Leistung als Betriebseinnahme gewertet werden. Im Umkehrschluss ist die Leistung aus der Dread Disease Versicherung dann steuerfrei, wenn die dafür gezahlten Beiträge nicht als Betriebsausgabe in die Bilanz eingegangen sind.

Und wenn bis zum Ende der Laufzeit kein Versicherungsfall eingetreten ist?

Das kommt hier wieder auf die Tarifwahl an. Manche Versicherungen bieten eine Überschussbeteiligung an, da im Hintergrund in Investmentfonds investiert wird, in die ein Teil der Beiträge eingezahlt wird. Das hieraus angesammelte Kapital wird dem Versicherten am Ende der Laufzeit ausgezahlt, wenn kein Leistungsfall eingetreten ist.

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