Dread Disease - Hintergrund und Idee der Dread Disease Versicherung
Dread Disease - Begriff und Entwicklung |
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Bei der "Dread Disease Versicherung", einer Versicherung der Arbeitskraft,
handelt es sich um eine Versicherungsform, die aus dem anglo-amerikanischen
Raum stammt und dort unter dem Begriff "critical illness" sehr weit
verbreitet ist. Diese Absicherung wird in Deutschland häufig auch mit dem
Begriff "Schwere Krankheiten Versicherung" oder auch "Schwere Krankheiten
Vorsorge" bezeichnet. Der Begriff "dread disease" bedeutet aus dem
Englischen übersetzt "gefürchtete Krankheit". Die Bezeichnung Schwere
Krankheiten ist insofern ein falscher Sprachgebrauch, als einige
Leistungsfälle, die im Rahmen einer Dread Disease Versicherung abgedeckt
sind, auch durch einen Unfall verursacht sein können, wie beispielsweise
Blindheit, Taubheit, Sprachverlust oder Lähmungen. Ebenso fallen auch
schwerwiegende chirurgische Eingriffe wie z.B. Bypass-Operationen oder
Organtransplantationen unter den Dread Disease Versicherungsschutz.
Inzwischen wird diese Form der Personenabsicherung auch von einigen
deutschen Versicherungen angeboten. Marktforschungen
belegen, dass das Interesse an diesem Produkt seit seiner Einführung Anfang
der 90er Jahre kontinuierlich steigt.
Dread Disease - Leistungen und Tarife |
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Die Dread Disease (DD) Versicherung bzw. Schwere Krankheiten Vorsorge ist
eine Personenversicherung, deren Leistung, also die Versicherungssumme bei
Eintritt von (definierten) schweren Krankheiten - im weitesten Sinne -
ausgezahlt wird. Zu diesen gehören z.B. Krebserkrankung, Herzinfarkt,
Schlaganfall, Multiple Sklerose, Erblindung, Taubheit oder schwere
Verbrennungen. Die verschiedenen Tarife der Versicherungen unterscheiden
sich in der Anzahl der versicherten Krankheitsbilder, in den Leistungen
(bspw. Mitversicherung von Kindern, Versicherung einer zweiten Person,
Nachversicherungsgarantien, weltweiter Versicherungsschutz, Zusatzoptionen,
lebenslanger Versicherungsschutz), den Beiträgen und natürlich in den
Bedingungswerken (wie z.B. Karenzzeiten, Wartezeiten, Dynamik). Weiterhin
variieren die Tarife insofern, als dass einige Anbieter die DD-Versicherung
als reine Risikoabsicherung und andere mit einer investmentgebundenen
Überschussverwendung mit Schlusszahlung anbieten.
Dread Disease vs. Berufsunfähigkeitsversicherung
Das Risiko bei administrativen Tätigkeiten (wie z.B. Arzt, Apotheker, Referent) oder bei Bürotätigkeiten (wie z.B. Bankkaufleute, Kundenberater, Sachbearbeiter, Buchhalter, Informatiker) berufsunfähig zu werden ist zwar auch vorhanden, aber verglichen mit körperlich tätigen Berufen (wie z.B. Möbelpacker, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer) eher als gering einzustufen.
Die Wahrscheinlichkeit, eine schwere Krankheit zu erleiden, hängt jedoch im Allgemeinen nicht vom Beruf ab, den man ausübt. Zudem sind, dank des medizinischen Fortschritts, viele Erkrankungen inzwischen vollständig heilbar oder können zumindest weitestgehend unter Kontrolle gehalten werden. Die Konsequenz daraus ist, dass eine Leistung aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung wenn überhaupt, dann nur temporär gezahlt wird.
Ein Büroangestellter beispielsweise, der einen Herzinfarkt erleidet, wird eventuell - abhängig von der Schwere des Infarktes - zwischen 6 und 24 Monate Leistungen aus einer BU-Versicherung erhalten. Sobald er allerdings seinen alten Beruf wieder ohne gesundheitliche und finanzielle Einbußen ausüben kann, wird die BU-Leistung eingestellt werden. Es ist übrigens jedoch statistisch belegt, dass die überwiegende Mehrheit der Erst-Infarkte nicht zu einer Berufsunfähigkeit oder einer Erwerbsunfähigkeit führen. Aus einer Dread Disease Versicherung erhält der Versicherungsnehmer in einem solchen Leistungsfall eine Einmalzahlung in vereinbarter Höhe (z.B. 200.000,- EUR) und kann dadurch ggf. Rehabilitationseinrichtung nutzen, Herzspezialisten aufsuchen, Kredite tilgen oder kostspielige Umbauten in der Wohnung vornehmen. Außerdem ermöglicht ihm dieses finanzielle Polster beruflich etwas kürzer zu treten.
Anders als bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung wird bei einer Dread Disease Versicherung also eine fest vereinbarte Versicherungssumme einmalig nach Diagnosestellung gezahlt und nicht erst bei Feststellung bleibender Schäden. Dadurch erhält man trotz ggf. schwerer gesundheitlicher Einschränkungen ausreichende finanzielle Freiheit.
Die Dread Disease Versicherung sollte allerdings nicht als vollständiger Ersatz für eine BU-Absicherung angesehen werden. Da diese beiden Formen der Arbeitskraftabsicherung nicht identische Bereiche abdecken, sollte die DD-Versicherung eher als sinnvolle Ergänzung zur BU-Versicherung betachtet werden. Wer seine Arbeitskraft optimal absichern möchte, liegt mit der Kombination dieser beiden Versicherungen goldrichtig.
Dread Disease - ein Muß?
Notwendig ist die DD-Absicherung für jeden, der finanziell auf seine Arbeitskraft angewiesen ist, besonders aber für Unternehmer, Selbständige und Freiberufler. Auch Unternehmen haben hierdurch die Möglicheit, ihre Führungskräfte (sog. Keyman) abzusichern und somit die finanzielle Handlungsfähigkeit sicherzustellen, wenn die Tatkraft von wichtigen Angestellten, Gesellschaftern oder Partnern durch eine schwere Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Tod ausfällt.
Statistiken sprechen klar für die Dread Disease Absicherung |
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Alle statistischen Angaben sprechen für eine Absicherung gegen schwere Erkrankungen: Über 1,1 Million neue Krankheitsfälle p.a. in Deutschland - bezogen auf die fünf häufigsten Erkrankungen - zeigen, dass das Risiko, eine schwere Krankheit zu erleiden, höher ist, als man häufig vermutet. Es besteht somit ein großer Bedarf für dieses Produkt. Oftmals ist die Berufsunfähigkeit und/oder Erwerbsunfähigkeit die Folge von schweren Erkrankungen, was die Bedeutung einer Dread Disease Police noch einmal verdeutlicht.
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