Dread Disease - Detaillierte Beschreibung der abgesicherten Krankheitsbilder

Dread Disease Krankheitsbild

Beschreibung und Erläuterung

Abhängigkeit von einer dritten Person

Verlust der Fähigkeit einer selbstständigen Existenz ohne Hilfe einer dritten Person. Die Abhängigkeit von einer dritten Person ist gegeben, wenn jemand nicht in der Lage ist, den regelmäßig wiederkehrenden Aktivitäten des täglichen Lebens selbständig nachzugehen und zur Bewältigung der Alltagsanforderungen aufgrund der eigenen körperlichen Defizite Maßnahmen der Hilfestellung oder Kompensation benötigt.

Zu den Aktivitäten des täglichen Lebens gehören: Baden und Duschen, Be- und Entkleiden, Essen und Trinken, Zahnpflege, sich selbständig von einem Zimmer zum anderen bewegen, Kämmen, Blasen- und Darmentleerung, Zu-Bett-Gehen und Aufstehen, Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung, Gehen, Stehen, Treppensteigen, Einkaufen, Kochen, Reinigung der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung.

Alzheimer-Krankheit

Charakteristisch für eine Alzheimer-Erkrankung ist der fortschreitende Verlust von Erinnerungsvermögen, Orientierung, Urteilsvermögen und Intelligenz. Der Verlauf der Erkrankung ist nicht aufzuhalten. Symptome zeigen sich in einer Verminderung der Gehirngröße und einem Verlust von Nervenzellen im Gehirn.

Angioplastie am Herzen

Durchführung einer Angioplastie durch Ballon-Dilatation, Atherektomie, Rotarablation, Laserbehandlung oder Implantation von Stents bei mindestens 70% Verengung in mindestens zwei Koronararterien. Mit verschiedenen Techniken können Herzkranzgefäße erweitert werden. Hierdurch ist es möglich, Ablagerungen an den Gefäßwänden zu entfernen und die Arterie möglichst dauerhaft für das Blut wieder durchgängig zu machen.

Aortenplastik

Chirurgische Maßnahme zur Beseitigung von Verengungen, Dissektionen oder Aneurysmen einer Aorta. Die Aorta ist die Hauptschlagader des Körpers und liegt im Brustkorb bzw. Bauchraum. Sie versorgt über von ihr abgehende Arterien den gesamten Körper mit sauerstoffreichem Blut. Die Aorta kann durch Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose), die sich an den Gefäßwänden ablagern, verengt sein. Ausbuchtungen der Gefäßwände (sog. Aneurysmen) können eine Erweiterung der Aorta verursachen, was ebenfalls eine operative Behandlung erforderlich macht.

Aplastische Anämie (Blutbildstörung)

Irreversibles Versagen der Blutbildung des Knochenmarks, welche zu Anämie, Neutropenie und Thrombopenie führt. Anämie (Verminderung der roten Blutkörperchen), Neutropenie (Verminderung der weißen Blutkörperchen) und Thrombopenie (Verminderung der Blutplättchen) sind Bezeichnungen für eine Verminderung der Zellen im Blut. Ohne Behandlung führt diese Erkrankung zum Tod.

Arthritis

Die Rheumatoide Arthritis ist weltweit die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung. Arthritis ist eine, nur im Deutschen gebräuchliche, Definition für entzündliche Gelenkerkrankungen. In der englischen Literatur wird dieser Begriff grundlegend anders verwendet. In Deutschland leiden etwa 800.000 Patienten daran. Frauen sind zwei- bis dreimal häufiger betroffen als Männer. Die Rheumatoide Arthritis kann in jedem Lebensalter auftreten. Meistens zeigen sich die ersten Symptome im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. Typisch ist der gleichzeitige schmerzhafte Befall mehrerer Gelenke, häufig im Bereich der Hände. An beiden Händen sind die gleichen Gelenke betroffen.

Typischerweise verläuft die Rheumatoide Arthritis schubweise. Phasen mit geringerer Entzündung und Schmerzen an den Gelenken wechseln sich mit Phasen eines hochaktiven entzündlichen und schmerzhaften Krankheitsgeschehens ab. Wird die Rheumatoide Arthritis nicht frühzeitig mit Medikamenten behandelt, werden Knorpel, Knochen und Bindegewebe im Bereich der Gelenke zerstört.

Bakterielle Meningitis

Meningitis ist eine Entzündung der harten oder weichen Hirnhaut sowie der Rückenmarkshäute. Die Infektion kann durch Bakterien, Viren, Protozoen (meist tropische Parasiten) oder Pilze verursacht sein. Allgemein ist die Erkrankung auch als "Hirnhautentzündung" bekannt und kann zu dauerhaften Schädigungen führen: Blindheit, Taubheit, Sprachstörungen, Halbseitenlähmung, Gehirnabszesse oder einem fortschreitenden Hydrocephalus.

Blindheit

Unter Blindheit versteht man den Verlust der Sehfähigkeit, die Einschränkung der Sehfähigkeit auf unter 2 Prozent oder die Einschränkung des Gesichtsfeldes auf 5 Grad und weniger. Nicht zur Blindheit nach obiger Definition gehören die Farbenblindheit (Achromatopsie) und die Nachtblindheit. Diese Krankheitsbilder werden der Kategorie Sehbehinderungen zugeordnet.

Bypass-Operation der Herzkranzgefäße

Eine Bypass-Operation ist erforderlich, wenn eine oder mehrere Arterien, welche das Herz mit Blut versorgen, verengt oder verstopft sind. Bei dem Eingriff wird nach medizinischer Praxis (Stand 2004) eine Vene aus dem Oberschenkel oder aus der Brustwand des Patienten entnommen und dazu genutzt, das Blut an der blockierten Stelle des Herzens vorbeizuleiten (daher auch das Wort Bypass, engl. für Umleitung). So wird sichergestellt, dass das Herz auch hinter den verstopften Stellen wieder ausreichend mit Blut und Nährstoffen versorgt wird.

Chronisch rezidivierende Bauchspeicheldrüsenentzündung

Chronische Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, mit teilweisem oder komplettem Verlust des Organs. Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung ist eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, die den teilweisen oder kompletten Verlust des Organs zur Folge hat. Die Symptome gehen einher mit schweren Verdauungsstörungen, Gewichtsverlust und Störung des Zuckerstoffwechsels bis hin zur Zuckerkrankheit.

Creutzfeldt-Jakob-Krankheit

Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) ist eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns, bei der das Hirngewebe durch Zellverluste und Eiweißablagerungen geschädigt wird. Sie macht sich durch einen langsam fortschreitenden Verlust zunächst der geistigen Fähigkeiten und später auch der Koordination von willkürlichen Bewegungen bemerkbar.

Enzephalitis

Enzephalitis (auch Hirngewebeentzündung) ist eine schwere Entzündung der grauen bzw. weißen Substanz des Hirngewebes oder des gesamten Gehirns und wird verursacht durch Bakterien, Viren, oder Protozoen (meist tropische Parasiten).

Erkrankung des Herzmuskels (Kardiomyopathie)

Schwere Störung der Pumpfunktion des Herzens durch Erweiterung der Herzhöhlen oder Zunahme der Herzwanddicke. Kardiomyopathie ist ein ernst zu nehmender Zustand oft unbekannter Ursache, wobei der Herzmuskel nicht mehr in der Lage ist, Blut effektiv durch den Körper zu pumpen. Manchmal ist dieser Zustand nur vorübergehend, in einigen Fällen entwickelt sich jedoch eine andauernde Herzschwäche. Eine permanente Kardiomyopathie kann nicht geheilt werden und verschlimmert sich mit der Zeit. Symptome sind Kurzatmigkeit bei geringer Anstrengung, Brustschmerzen und ein allgemeines Schwächegefühl.

Erkrankungen des Zentralen Nervensystems

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden weltweit mehr als eine Milliarde Menschen an Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Das sind neben Schädel-Hirn- und Rückenmarksverletzungen eine Vielzahl von neurologischen Krankheiten wie zum Beispiel das Parkinson-Syndrom (Betroffene in Deutschland: 150.000 bis 200.000), Demenzen (schätzungsweise 1,2 Millionen), Schlaganfall (ca. 250.000 pro Jahr) und Epilepsie (bis 800.000). Diese Erkrankungen verursachen nicht nur großes menschliches Leid, sie sind auch mit enormen Kosten verbunden - Krankenhausaufenthalte, Arbeitsausfälle, Frührenten und die häufig notwendige lebenslange Betreuung.

Erwerbsunfähigkeit

Vollständige Erwerbsminderung, also Erwerbsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte vor Vollendung des 65.Lebensjahres in Folge Krankheit, Körperverletzung oder Verfalls der körperlichen oder geistigen Kräfte voraussichtlich dauernd - d.h. für mindestens drei Jahre - außerstande ist oder sein wird, irgendeine regelmäßige Erwerbstätigkeit in mehr als nur geringem Umfang, d.h. im Durchschnitt mehr als drei Stunden, auszuüben. Für die Frage, ob der Versicherte irgendeine Erwerbstätigkeit regelmäßig ausüben kann, kommt es ausschließlich auf die gesundheitlichen Verhältnisse des Versicherten an; die jeweilige Arbeitsmarktlage und die bisherige Lebensstellung des Versicherten werden nicht berücksichtigt.

Herzinfarkt

Ein Herzinfarkt (auch Myokardinfarkt) tritt auf, wenn infolge mangelnder Sauerstoffversorgung ein Bereich des Herzmuskels abstirbt. Ursache hierfür ist ein plötzlicher Verschluss einer Herzkranzarterie.

Fast jeder zweite Todesfall in Deutschland ging im Jahr 2001 auf eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems zurück. Vor allem ältere Menschen sind von Kreislauferkrankungen betroffen. Angesichts der steigenden Lebenserwartung und der wachsenden Anzahl chronischer Herzerkrankungen ist mit einer weiteren Zunahme der Zahlen zu rechnen. Störungen des Herz-Kreislauf-Systems manifestieren sich bereits in jüngeren Jahren (im Alter unter 50 Jahren). Zu den Risikofaktoren zählen Übergewicht, Rauchen, Bluthochdruck, ein erhöhter Cholesterinspiegel und Diabetes.
Die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht hohe Kosten: Allein der Anteil der Herz-Kreislauf-Medikamente beträgt rund ein Viertel der gesamten Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung. Zu den Ausgaben für Diagnostik und Behandlung kommen dann die Aufwendungen für die Rehabilitation der Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten, die nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus weiterhin betreut werden müssen, hinzu.

Herzklappenoperation

Wenn eine Herzklappe nicht richtig funktioniert, weil sie verengt ist oder nicht vollständig schließt, kann eine Operation erforderlich sein. Hierbei wird die betroffene Herzklappe wiederhergestellt bzw. durch eine künstliche Herzklappe ersetzt.

Hirntumor

Ein Hirntumor ist eine Gewebswucherung im Bereich des Gehirns oder der Hirnhäute. Sie können mehr oder weniger bösartig sein, setzen jedoch im Allgemeinen keine Metastasen. Meistens entstehen sie aus dem Nervenstützgewebe (Gliome/Astrozytome) oder im Bereich der Hirnhäute oder der Hypophyse oder es handelt sich um Tochtergeschwulste aus anderen Organen.

Gutartige Tumoren verdrängen das umgebende Gewebe, wachsen jedoch nicht hinein und entwickeln keine Metastasen. Innerhalb des Schädels können sie jedoch durch Verlegung des Liquorsystems zu einem erhöhten Hirndruck führen. Da sie auch lebenswichtige Strukturen verdrängen können, ist der Begriff "gutartig" hier irreführend und bezieht sich in erster Linie auf eine mögliche Heilung, da die Tumoren nicht in das umliegende Gewebe infiltrieren. Abgesehen von einigen sehr speziellen Ausnahmen metastasieren Hirntumoren nie. Bösartige Hinrtumoren wachsen infiltrierend, das heißt sie sind nicht scharf vom umliegenden Gewebe getrennt. Nach einer Operation verbleiben einzelne Zellen im Randbereich, die dann wieder wachsen, so dass es zu einem Rezidiv kommt. Abhängig vom Malignitätsgrad kann dies schneller oder langsamer gehen. Ein Beispiel für einen gutartigen Hirntumor ist das Meningeom. Ein Beispiel für einen bösartigen Tumor ist das Gliobalstom.

HIV-Infektion

Human immunodeficiency virus" (HIV) ist allgemein bekannt als das Virus, welches das "Acquiredimmune deficiency syndrome" (AIDS) auslöst. Das Virus wird vor allem auf sexuellem Weg, aber auch durch Kontakt mit infiziertem Blut übertragen. Versichert im Rahmen einer Dread Disease Versicherung ist die HIV-Infektion durch eine Bluttransfusion.

Kinderlähmung (Poliomyelitis)

Kinderlähmung ist eine akute infektiöse Erkrankung, die sich durch Muskellähmung aufgrund einer Zerstörung von Zellen im Rückenmark oder Hirnstamm auszeichnet. Bedingt durch die auftretenden Lähmungen, die eine oder mehrere Extremitäten oder Muskelgruppen betreffen, kann es zu Muskelschwund mit anschließender Deformation kommen, wenn keine Heilung zu erzielen ist. In früheren Zeiten war diese Krankheit die häufigste Ursache einer Lähmung bei Kindern und wurde aus diesem Grund als "Kinderlähmung" bezeichnet.

Koma

Koma beschreibt einen Zustand tiefer Bewusstlosigkeit. Ein im Koma befindlicher Patient ist unfähig, auf irgendeine Form physikalischer Stimulation zu reagieren bzw. Kontrolle über die eigenen Körperfunktionen auszuüben. Es gibt verschiedene Komatiefen, abhängig von der Reaktionsfähigkeit auf äußere Reize. Ein Koma kann durch eine Schädigung oder Störung bestimmter Bereiche des Gehirns verursacht sein, welche Bewusstseinsaktivitäten kontrollieren und aufrechterhalten. So kann ein Koma beispielsweise die Folge einer Kopfverletzung, eines wachsenden Gehirntumors oder eines Abszesses bzw. zerrissenen Blutgefäßes sein, welches eine Gehirnblutung ausgelöst hat.

Krebs

Der Begriff "Krebs" umfasst alle Arten maligner (bösartiger) Tumore, die in der Lage sind, Krebszellen zu streuen. Im Gegensatz dazu gibt es so genannte gutartige Tumore ohne Streutendenz. Maligne Tumore können schnell wachsen, umliegendes Gewebe befallen, und die Krebszellen können über Blutkreislauf und Lymphsystem in andere Bereiche des Körpers vordringen. Tumore setzen ihr Wachstum fort, wenn sie nicht zerstört oder entfernt werden.

In der Todesursachenstatistik stehen Krebserkrankungen nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen an zweiter Stelle. Jeder vierte Todesfall in Deutschland wird durch Krebs verursacht.

Lebererkrankung

Eine fortgeschrittene Lebererkrankung hat das Versagen der meisten oder sogar aller Leberfunktionen zur Folge. Charakteristische Anzeichen für diese Erkrankung sind: Hepatische Enzelphalopathie (Bewusstseinsstörungen und Persönlichkeitsveränderungen als Folge des Leberversagens), Wasserbauch (Flüssigkeitsansammlung im Bauchbereich), Gelbsucht (läßt die Haut gelblich erscheinen und ist üblicherweise ein Anzeichen für eine nicht richtig funktionierende Leber) oder Varizen (Krampfadern) in der Speiseröhre oder im Magen.

Leberzirrhose

Bei einer Leberzirrhose wird Lebergewebe zerstört und zu Narben und Bindegewebe umgewandelt. Zu dieser Vernarbung kommt es, wenn verschiedene Lebererkrankungen über Jahre hinweg nicht ausheilen können. Wenn viel funktionsfähiges Gewebe fehlt, wird die Leistung des Organs eingeschränkt.

Die Leber hat als größte Drüse des Körpers viele wichtige Aufgaben. Sie unterstützt die Verdauung, den Blutkreislauf, die Blutgerinnung, den Stoffwechsel und den Hormonkreislauf. Eine Leberzirrhose entsteht am häufigsten auf Grund übermäßigen Alkoholkonsums. Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Unbehandelt führt die Zirrhose durch den Zusammenbruch aller Leberfunktionen (Leberkoma) zum Tod.

Lungenerkrankung (inkl. schwerem Emphysem)

Bei der so genannten chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung kommt es zu einer Verengung großer Bereiche der Atemwege, was vor allem beim Ausatmen zu einem erhöhten Atemwegswiderstand führt. Eine Folge kann die Ausbildung eines Emphysems sein, d.h., der normale Aufbau der Lunge ist zerstört und es kommt zu einer Lungenblähung.

Motor-Neurone-Erkrankung

Bei der Motor-Neurone-Erkrankung handelt es sich um eine Erkrankung der Nervenzellen des zentralen Nervensystems im Rückenmark, die für die Fähigkeit der Bewegung zuständig sind. Die Nerven bilden sich zurück und es kommt nachfolgend zu einer Verkümmerung der Muskeln. Beispiele typischer und relevanter neurologischer Ausfälle sind Gesichtslähmungen, Lähmungen an Hand oder Bein, Unterarm und Halbseitenlähmung.

Multiple Sklerose

Multiple Sklerose ist eine fortschreitende Erkrankung des zentralen Nervensystems, wobei die die Nervenfaser umgebende Schutzschicht (Myelin) in Gehirn und Rückenmark zerstört wird. Die auftretenden Symptome sind verschieden, je nachdem, welcher Bereich des Gehirns oder Rückenmarks betroffen ist. Der Verlauf der Erkrankung variiert deutlich. Beispiele neurologischer Symptome sind Koordinationsprobleme, Gangunsicherheit und Störung von Blasen- und Schließmuskelfunktion.

Muskeldystrophie

Muskeldystrophie ist eine Gruppe erblicher Muskelerkrankungen mit langsamer, fortschreitender Degeneration der Muskeln, die zu zunehmender Schwächung und Behinderung des Patienten führt.

Nierenversagen

Aufgabe der Nieren ist es, Abfallstoffe aus dem Blut zu filtern. Wenn die Nieren nicht richtig funktionieren, sammeln sich die Abfallstoffe im Körper an, was zu lebensbedrohlichen Gesundheitsproblemen führen kann. Sofern eine Niere ausfällt, kann die zweite Niere die Aufgabe mit übernehmen. Sobald aber beide Nieren nicht mehr in der Lage sind, das Blut zu filtern, muss diese Aufgabe durch eine Dialysemaschine übernommen werden bzw. ist eine Organtransplantation erforderlich.

Operation am offenen Herzen

Eine Herzklappenerkrankung kann eine Operation am offenen Herzen notwendig machen, bei der ein Herzklappenersatz oder –dilatation eingeführt wird.

Organtransplantation

Eine Transplantation ist die Verpflanzung eines Transplantates. Das Transplantat kann aus Zellen, Geweben, ganzen Organen oder Gliedmaßen wie Fingern und Zehen bestehen. Transplantationen werden in der Regel an spezialisierten Transplantationszentren durchgeführt. Das Transplantat wird entweder im Rahmen einer Organspende gewonnen (homologe Transplantation) oder dem Empfänger selbst von einer anderen Körperstelle entnommen (autologe Transplantation).

Versichert im Rahmen einer Dread Disease Versicherung sind im Allgemeinen: Nierentransplantation, Herztransplantation, Lebertransplantation, Lungentransplantation, Knochenmarktransplantation bzw. Stammzelltransplantation, Transplantation der Bauchspeicheldrüse.

Parkinson`sche Krankheit

Eine idiopathische Parkinson´sche Erkrankung ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung des Gehirns, die ohne erkennbare Ursache (also idiopathisch) aufgetreten ist. Sie wird üblicherweise als Parkinson-Krankheit, Parkinson-Syndrom oder Morbus Parkinson bezeichnet und ist nach dem englischen Arzt D. James Parkinson benannt. Charakteristische Anzeichen sind das Schütteln von Kopf und Gliedmaßen, eine Versteifung der Gesichtsmuskeln, die das Gesicht maskenhaft erscheinen lässt, sowie eine bestimmte vornüber gebeugte Körperhaltung.

Die Parkinson-Krankheit zählt zu den weltweit häufigsten neurologischen Erkrankungen. Sie trifft etwa 1% bis 5% der Personen in der zweiten Lebenshälfte. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Die Parkinson-Krankheit beginnt hauptsächlich zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr und verläuft meist langsam fortschreitend. Früherkrankungen sind auch schon vor dem 40. Lebensjahr möglich.

Pflegebedürftigkeit

Pflegebedürftigkeit bezeichnet einen Zustand, in dem eine Person dauerhaft nicht in der Lage ist, den regelmäßig wiederkehrenden Aktivitäten des täglichen Lebens selbständig nachzugehen und zur Bewältigung der Alltagsanforderungen aufgrund der eigenen körperlichen Defizite Maßnahmen der Hilfestellung oder Kompensation benötigt. Diese werden in der Regel durch Angehörige erbracht. Darüber hinaus erbringen Fachkräfte der beruflichen Pflege Leistungen.

Zu den Aktivitäten des täglichen Lebens gehören: Baden und Duschen, Be- und Entkleiden, Essen und Trinken, Zahnpflege, sich selbständig von einem Zimmer zum anderen bewegen, Kämmen, Blasen- und Darmentleerung, Zu-Bett-Gehen und Aufstehen, Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung, Gehen, Stehen, Treppensteigen, Einkaufen, Kochen, Reinigung der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung,

Aufgrund des demographischen Wandels in den Industrieländern, wonach die Zahl der alten und betagten Menschen zunimmt und die Zahl der erwerbstätigen Erwachsenen abnimmt, ist die Gesellschaft zunehmend mit den Problemen, die sich aus der zunehmenden Pflegebedürftigkeit ergeben, konfrontiert.

Progressive Supranukleäre Blickparese

Die progressive supranukleäre Parese (auch progressive supranukleäre Blickparese) ist eine 1963 erstmals beschriebene Erkrankung des Gehirn, bei der es in fortgeschrittenem Alter zu einer zunehmenden Einschränkung motorischer Funktionen (Bewegungen der Augen, Schlucken, Sprechen, Laufen) kommt.

Querschnittslähmung

Das Gehirn kontrolliert die Muskelbewegungen des Körpers, indem es Nervenreize durch das Rückenmark und anschließende Nerven sendet. Durch eine Verletzung des Rückenmarks wird diese Verbindung unterbrochen, was eine Lähmung zur Folge hat. Es gibt verschiedene Arten von Lähmungen, je nachdem, welche Bereiche des Körpers betroffen sind, z.B. Hemiplegie (Lähmung der rechten oder linken Körperhälfte), Paraplegie/tiefe Querschnittslähmung (Lähmung der Beine und der unteren Körperhälfte), Tetraplegie/hohe Querschnittslähmung (Lähmung, die beide Arme und Beine betrifft).

Schlaganfall

Das Gehirn kontrolliert alle Funktionen des Körpers. Verletzungen in diesem Bereich können daher ernsthafte Auswirkungen haben. Ein Schlaganfall (auch Hirninfarkt) tritt auf, wenn das Gehirn stark durch interne Blutungen geschädigt wurde bzw. wenn die Blut- und Sauerstoffversorgung durch eine verstopfte Arterie unterbunden ist und es somit zu einer akuten Blutleere kommt. Eine transitorische ischämische Attacke (TIA) ist eine Durchblutungsstörung von kurzer Dauer. Die Symptome bilden sich folgenlos innerhalb von 24 Stunden zurück.

Schwere Kopfverletzung

Versichert im Rahmen einer Dread Disease Absicherung sind schwere Kopfverletzungen mit dauerhaften neurologischen Ausfällen oder Verlust der intellektuellen Fähigkeiten.

Schwere Unfälle

Nach schweren Unfällen besteht unter bestimmten Voraussetzungen ein Leistungsanspruch (nähere Angaben hierzu entnehmen Sie bitte den Allgemeinen Versicherungsbedingungen des jeweiligen Tarifs). Ein Unfall im Sinne dieser Definition liegt vor, wenn durch ein plötzlich von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung eintritt.

Schwere Verbrennungen

Es gibt drei verschiedene Verbrennungsgrade (erster, zweiter und dritter Grad). Der Grad der Verbrennung richtet sich nach dem Umfang des Schadens, der an der Haut angerichtet wurde. Erstgradige Verbrennungen schädigen die Hautoberfläche (beispielsweise ein starker Sonnenbrand). Zweitgradige Verbrennungen schädigen tiefere Hautschichten, heilen jedoch in den meisten Fällen ohne Narbenbildung ab. Die schlimmsten Verbrennungen sind die des dritten Grades, weil diese die gesamte Hautschicht zerstören.

Sprachverlust

Von Sprachverlust oder Aphasie spricht man, wenn die Fähigkeit zu sprechen ursprünglich vorhanden war und dann ganz oder teilweise verloren ging. Das kann durch Durchblutungsstörungen im Gehirn, Tumoren, Hirnentzündungen oder Hirntraumata geschehen. Ist das Sprachvermögen nur zum Teil gestört, spricht man von Entwicklungsdysphasie.

Mit Sprachverlust gehen unter Umständen auch Beeinträchtigungen oder Ausfälle der Lesefähigkeit (Dyslexie oder Alexie), Schreibfähigkeit (Dysgraphie oder Agraphie) und Rechenfähigkeit (Dyskalkulie oder Akalkulie) einher.

Systemischer Lupus erythematodes

Der systemische Lupus erythematodes (SLE) ist eine Autoimmunerkrankung und wird auch Wolfskrankheit genannt (lat. lupus: Wolf). Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung des Abwehrsystems, bei der körpereigene Abwehrzellen bestimmte körpereigene Zellbestandteile angreifen. Diese chronische und von Rückfällen geprägte Erkrankung äußert sich in einer Vielzahl von Beschwerden. Es kommt zu entzündlichen Veränderungen an Blutgefäßen, Haut, Nieren, Gelenken und anderen inneren Organen. SLE gehört in die Gruppe der Bindegewebserkrankungen, den so genannten Kollagenosen und zählt damit zu den rheumatischen Erkrankungen. Sie verläuft meist chronisch, nimmt aber in seltenen Fällen auch einen akuten Verlauf.

In Europa wurde die Krankheit durch den britischen Sänger Seal bekannt, der seit seiner Kindheit an ihr leidet. Erkranken können jedoch Menschen jeden Alters. Am häufigsten betroffen sind Frauen zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Bei Kindern tritt die Krankheit vorwiegend zwischen dem elften und 15. Lebensjahr, gelegentlich auch früher auf. Mädchen sind deutlich häufiger betroffen als Jungen.

Taubheit

Der Begriff Gehörlosigkeit bezeichnet das vollständige oder weitgehende Fehlen des Gehörs bei Menschen. Der Begriff wird im deutschen Sprachraum synonym oder anstelle von Taubheit verwendet. Von Taubheit wird dann gesprochen, wenn die betroffene Person keine akustische Wahrnehmung mehr hat. Taubheit kann unilateral, d.h. auf nur einem Ohr vorkommen, aber auch bilateral, d.h. beidseitig vorkommen.

Terminale Krankheit

Unter einer terminalen Krankheit versteht man eine fortschreitende, unheilbare Krankheit, die nach Ansicht eines Facharztes voraussichtlich zum Tode innerhalb von 12 Monaten ab dem Zeitpunkt der Feststellung führen wird. Es verbleibt also eine Lebenserwartung von weniger als 12 Monaten.

Transplantation von Hauptorganen

Schwere Erkrankungen oder Verletzungen können Organe so stark schädigen, dass eine Behandlung nur durch die Entfernung des kranken und die Transplantation eines gesunden Organs möglich ist. Für viele Organe bestehen lange Wartelisten, da nicht ausreichend Transplantate zur Verfügung stehen.

Verlust der Gliedmaßen

Versichert im Rahmen einer Dread Disease bzw. einer Schwere Krankheiten Versicherung ist im Allgemeinen der Verlust von mindestens zwei Gliedmaßen oberhalb der Hand- bzw. Fußgelenke. Geleistet wird teilweise auch bei erfolgter Replantation (Wiederannähen) der abgetrennten Gliedmaßen.

Vorgezogene Todesfallleistung (sog. Terminale Krankheit)

Eine vorgezogene Todesfallleistung kommt zur Auszahlung bei einer Krankheit, bei der eine Lebenserwartung von weniger als 12 Monaten verbleibt.

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